Der lateinisch-russische
Ordo Missæ
der Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu

Für ihr Apostolat hat die Gesellschaft einen lateinisch-russischen Ordo Missæ herausgegenben. Im folgenden finden Sie einige Information daraus uebersetzt ins Deutsche.

Vorwort zur 5. Auflage des Ordo Missæ

Sehr geehrte Leser!

Aus unterschiedlichen Gründen geriet die Tridentinische Messe, die in Wirklichkeit die Grundlage des überlieferten Römisch-katholischen Glaubens ist, in Vergessenheit.

Die Aufgabe der Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu ist es, russischen Gläubigen die Tridentinische Messe vorzustellen, und die Zelebration derselben in den Katholischen Gemeinden in Russland anzuregen.

Hierfür erstellt die Gesellschaft seit 2012 den Ordo Missæ. In Ihren Händen halten Sie nun schon die fünfte Ausgabe.

Aufgabe des Ordo Missæ ist es Russische Katholiken mit der Zelebration der Tridentinischen Messe vertraut zu machen. Der Ordo Missæ kommt zum Einsatz bei unseren jährlich stattfinden Besuchen in anderen Russischen Gemeinden. Der Ordo Missæ enthält die unveränderlichen Teile der Tridentischnischen Messe und ebenso eine Zusammenstellung der wichtigsten Gregorianischen Gesänge.

In diesem Buch finden Sie ebenso Information in welchem Rechtsrahmen die Tridentinische Messe heute gelesen werden kann und auch Informationen über die Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu selbst.

Möge dieses Buch für Sie Möglichkeit und Einladung sein mehr über die Tridentinische Messe zu erfahren. Die Tridentinische Messe enthält das gesamte Lehramt der Katholischen Kirche und ist ein reicher Schatz für das Glaubensleben eines jeden Gläubigen.

Segne Sie Gott!

 

Über die Regeln zur Zelebration der
Tridentinischen Messe in der heutigen Zeit

Im Jahre 2007 veröffentlichte Papst Benedikt XVI das Motu Proprio "Summorum Pontificum" das gleichzeitig die bis dahin geltenden Regeln von Papstes Johannes Paul II (Quattuor abhinc annos und Ecclesia Dei) ablöste.

Seit diesem Moment benötigt kein Priester mehr eine Erlaubnis zur privaten oder öffentlichen Zelebration der Tridentinischen Messe, weder vom örtlichen Bischof noch vom Vatikan.

Im Falle einer öffentlichen Zelebration der Messe nach dem Missale von 1962 kommt dem Ortspfarrer eine besondere Verantwortung zu. Er soll gerne den Wünschen der Gläubigen an einer solchen Messe teilzunehmen aufnehmen und die Messe in den Messablauf der Gemeinde einfügen. Er kann selbst diese Messe zelebrieren oder einen anderen ausgebildeten Priester damit beauftragen. Wenn dies nicht möglich ist, ist der Ortsbischof zu informieren.

Dem Bischof ist geraten dem Wunsch der Gläubigen nachzukommen. Wenn er jedoch die Zelebration dieser Messe nicht ermöglich kann, ist die Angelegeheit an die Päpstliche Kommission "Ecclesia Dei" nach Rom zu übergeben.

Dem Pfarrer ist es auch erlaubt Sakramente im alten Ritus zu feiern, z.B., Taufe, Hochzeit.

Im Jahr 2011 wurde die Instruktion "Universæ Ecclesiæ" durch die Päpstliche Kommission "Ecclesia Dei" veröffentlicht die die Anwendung der Normen des Motu Proprio "Summorum Pontificum" regelt.

U.a. regelt Punkt 22, dass die Diözesanen Bischöfe sich an Priester von durch die Päpstliche Kommission "Ecclesia Dei" ernannten Institute wenden können mit der Bitte um Zelebration der Alten Messe oder um Messunterricht.

Punkt 28 legt fest, dass lediglich die Rubriken aus dem Jahre 1962 zur Anwendung kommen.